Fabian Sohlbach ist im elterlichen Weingut in Kiedrich
für Keller und Weinausbau verantwortlich.

KIEDRICH - Wie alt die beeindruckenden Kellergewölbe unter dem Weingut Georg Sohlbach in der Kiedricher Oberstraße wirklich sind, weiß keiner so genau. „Um die 500 Jahre aber in jedem Fall, vermutlich gehörten sie mal zu Kloster Eberbach“, meint Fabian Sohlbach, der in dem zu den ältesten Weinkellern des Rheingaus zählenden Gewölbe quasi zuhause ist. Seit 2011 ist der 32-jährige Jungwinzer allein verantwortlich für Keller und Weinausbau im elterlichen Weingut, das allerdings deutlich jünger ist als die Gewölbe.


Veganer Roter Riesling für die Philharmonie
In loser Folge stellt diese Zeitung junge Rheingauer Winzer vor, die ins elterliche Weingut einsteigen oder in einem Betrieb arbeiten, in dem sie für die Außenbewirtschaftung und/oder den Weinausbau im Keller verantwortlich sind.
Der Betrieb mit zehn Hektar Weinbergen, unter anderem in den begehrten Kiedricher Lagen Gräfenberg und Klosterberg, wurde 1910 von Bäckermeister Kaspar Bibo gegründet. Fabians Urgroßvater Georg Sohlbach heiratete später in das Weingut ein und übernahm 1941 den Betrieb, der seither den Namen Sohlbach trägt und von 1,2 auf zehn Hektar wuchs.
Fabian Sohlbach ist die inzwischen vierte Generation in der Leitung des Familienweinguts. Unter seiner Kellerregie hat sich einiges geändert. Unter anderem baut er Spätburgunder in den imposanten Eichenfässern als Barrique aus, „was“, wie er schmunzelnd anmerkt, „mit meinem Vater nicht zu machen war“. Insgesamt ist der bodenständige Kiedricher Bub, der 2016 auch das erste „Erste Gewächs“ aus Sohlbachs Keller präsentierte, recht experimentierfreudig, hat unter anderem aus Gewürztraminer, ebenfalls aus eigenem Anbau, und Riesling einen eigenen Sekt kreiert. Und der Berliner Philharmonie liefert er für die Konzertpausen-Gastronomie einen veganen Roten Riesling („Vegan boomt in Berlin“). Die alte Rebsorte hat der Vater angebaut, „und ich war von der Idee erst gar nicht begeistert“, gesteht Sohlbach, „aber inzwischen muss ich ihm recht geben, der Wein kommt gut an“.

Von klein auf mit dem Weinbau vertraut, hat Sohlbach junior zunächst eine zweijährige Winzerlehre bei Robert Weil in Kiedrich und H. J. Ernst in Eltville absolviert, sammelte dann praktische Erfahrungen in der Sektmanufaktur Vaux, bevor er im fränkischen Veits-Höchheim die Ausbildung als Weinbautechniker draufsetzte. Als (zweiter) Kellermeister in einem Rheingauer Betrieb sammelte er weitere praktische Erfahrungen, bevor er ins Team von Vater Georg und Mutter Petra Sohlbach einstieg. Auch wenn es quasi vorbestimmt war: „Winzer ist mein Traumberuf. Den ganzen Tag in einem Büro, das wäre nichts für mich“, sagt Sohlbach, der mit einer gelernten Küferin verheiratet ist und eine neun Monate alte Tochter hat
 

Am 26. Jan. 2017 berichtete der Wiesbadener Kurier:

Fabian2017

Frischen Wind hat er in den Sohlbachschen Weinkeller gebracht, aber auch in das gotische Weindorf. Zusammen mit den drei Kiedricher Jungwinzern Philipp Prinz, Stefan Bibo und Stefan Haas hat er 2013 den „Kiedricher Weinsteig“ ins Leben gerufen, im Jahresrhythmus das erste Weinfest im Rheingau, bei dem es zwischen Kiedricher Weinprobierstand und Burg Scharfenstein acht Weinstände, aber auch allerlei Unterhaltsames von vogelkundlichen Informationen bis zum Kinderschminken gibt. Nicht zuletzt auch eine Gelegenheit, um die Jungwinzer und ihre Weine bekannter zu machen. Was, wie Sohlbach zufrieden erklärt, inzwischen bestens klappt: „Letztes Jahr kamen über 3000 Besucher. Wir haben ein neues Publikum erschlossen und die örtlichen Gastronomen freuen sich auch.“

Wenn Fabian Sohlbach nicht im heimischen Weinkeller zwischen den gut 20 imponierenden Holzfässern und den modernen Edelstahltanks (in denen dann doch der meiste Wein ausgebaut wird) hantiert, macht er sich in Kiedrich übrigens für die Allgemeinheit nützlich: im Vorstand des Verkehrsvereins, des Weinbauvereins – und bei der Kiedricher Feuerwehr.

Fabian Sohlbach im Fasskeller. / Foto Hermann Heibel

Mitten im historischen Ortskern Kiedrichs finden Sie unser Weingut.
1887 kaufte mein Urgroßvater, der Bäckermeister Kaspar Bibo, das heutige Betriebsgebäude wegen seines idealen Weinkellers, denn auch er war, wie viele Generationen der Bibos vor ihm, neben seinem Handwerks- beruf auch als Winzer tätig.

Mehr Information über Kiedrich finden Sie unter www.kiedrich.de und auf der Seite www. verkehrstverein-kiedrich.de

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